Die tägliche Praxis in den Zahntechnischen Laboratorien bringt vielfaltige Probleme bei der Herstellung von Zahnmodellen mit sich. Auch die Ver- und Bearbeitung der hierfür von der Dental Industrie zur Verfügung gestellten Dentalgipse ist nicht immer problemfrei.
Den spezifischen Eigenschaften der verschiedenen Dentalgipse stehen die unterschiedlichsten Anforderungen der Zahntechnik gegenüber. Nicht immer gelingt es dem Zahntechniker, den optimalen Gips für den jeweiligen Einsatzzweck auszuwählen. So werden beispielsweise immer
noch Abdruckgipse, trotz deren hoher Expansion, zum schädelbezogenen Einartikulieren verwendet, ebenso Klasse 3 Gipse für Gegenbisse oder Modellsockel. Hierbei
wird der Zahntechniker teils von falschen Herstellerangaben, teils von falschen Kosteneinsparungsüberlegungen fehlgeleitet.
Darüber hinaus tritt erschwerend hinzu, daß die zur Gipsverarbeitung zur Verfügung stehenden Geräte wie Vakuummischer und Rüttler das ihrige hinzutun, an sich gute Dentalgipse während der Verarbeitung in ihren Eigenschaften zu verschlechtern. Außerdem spielen die unterschiedlichen Abformmassen eine nicht unerhebliche Rolle. Sie haben oftmals, durch ihre spezifischen Oberflächeneigenschaften, Rückwirkungen auf die Güte der Oberfläche eines Zahnmodells.
Zuletzt sei erwähnt, daß im Bemühen Dentalgipse für die Anwendung durch den Zahntechniker zu optimieren, die Hersteller solcher Produkte durchaus in dem einen oder anderen Fall mit relativ hohen Zugaben geeigneter Stellmittel ihre Produkte fertigen. Letzlich kann auch dies zu
Fehlern beitragen.
Bleibt zusammenzufassen: