Parodontalschienung mit dem DEGUSINT®-System

Wisser, W.1; Zimmermann, A.2; Flores-de-Jacoby, L.2

1 Department of Prothetic Dentistry (Chairman: Prof. Dr. Dr. W.T. Klötzer)
2 Department of Periodontology (Chairman: Prof. L. Flores-de-Jacoby)

Philipps-University Marburg / Germany

Summary

Peridontal splints using gold-based alloys with the Degusint®-System.
Aim of the study was to investigate a new method for the fabrication of periodontal splints, fixed by acid etch technique. The DEGUSINT®-method is a powder-metallurgic technique resulting in a stable metal compound by firing a metal powder of a gold based alloy at a temperature below the liquidus point. The sintermetallic laboratory method is similar to the build up of porcelain crowns. The DEGUSINT®-System is the first application of this technique for dental use; up to now only the applicability for crowns and inlays has been evaluated. Because of the fact that the modellation and the whole procedure can be performed on a duplicate of the original die stone cast, the technique is very precise and economic, concerning the amount of gold alloy used. Up to now, 21 patient were treated with such splints after the periodontal treatment. Only in one case the splint became loos during the survey period of 10 months. Laboratory perinvestigations showed the resin-to-metal bond strength for DEGUSINT® to be comparable to other well known systems, i.e. PdAg-alloys. The fabrication of esthetically as well as functionally acceptable periodontal splints using goldbased alloys seems (now) to be possible.

Abstract

Vorgestellt wird ein neues Verfahren zur semipermanenten Schienung stärker gelockerter Zähne im Rahmen einer Parodontalschienung. Die meisten festsitzenden Schienungen werden unter Anwendung der Säure-Ätz-Technik durchgeführt, dabei zeigen Lösungen, bei denen ein Gerüst durch Auftragen von Kunststoff sekundär stabilisiert wird (Kevlar-Faden, Splint-Grid), nur mäßige Langzeitstabilität.
Schienungen im Sinne der Maryland-Technik sind labortechnisch aufwendig, stellen aber durchaus eine Alternative zur konventionellen Kronen- und Brückentechnik dar.
Die Herstellung dieser Gerüste ist mit Einführung der Pulvermetallurgie bzw. Sintertechnik in die Zahntechnik vereinfacht worden:
Durch die direkte Modellation des Objektes aus Metallpulver auf einem Brennträgermodell fallen keine Gußkanäle und Gußkegel an, der Materialeinsatz ist entsprechend gering. Fehlermöglichkeiten wie beim Gußverfahren, die aus der Fließfähigkeit der Schmelze und der Reaktion mit dem Tiegelmaterial resultieren, entfallen ebenso wie der Zwischenschritt über eine empfindliche Wachsmodellation.
Es werden einige unter Anwendung des Verfahrens versorgte Patientenfälle vorgestellt und über erste klinische und paraklinische Erfahrungen berichtet.

Material und Methode

Zur Herstellung parodontaler Schienungen unter Anwendung der Säure-Ätz-Technik wurde ein neues pulvermetallurgisches Laborverfahren (Degusint®-System) nutzbar gemacht. Auf diese Weise werden bisher vor allem Einzelkronen und Inlays/Overlays im herkömmlichen Keramikofen hergestellt.

Abb. 1
Die Laborfertigung der Schienung erfolgt durch Aufbrennen eines Metallpulvers auf einen durch doublieren des Meistermodells gewonnenen Brennträger. Werkstoffkundlicher Hintergrund ist das Festphasensintern von Metallen, in diesem Fall einer hochgoldhaltigen Legierung (Degusint G: Au86Pt10,4, Fa. Degussa). Die Verfahrensschritte sind der Abb. 1 zu entnehmen.

Abb. 2
Beim Sintern wachsen Pulverpartikel zu einem kompakten Werkstoff zusammen, es kommt zu einer Sinterschrumpfung. Diesen Vorgang veranschaulicht Abb. 2. Damit diese Schrumpfung die Paßgenauigkeit des Werkstücks nicht negativ beeinflussen kann, ist der Brennträger durch Auftragen eines Haftvermittlers zu konditionieren. Weiterhin muß die Schrumpfung minimiert, d.h. die Rohdichte des Ausgangspulvers maximiert werden. Dies geschieht beim verwendeten System durch gezielte Einstellung von Kornform, Korngröße und Kornverteilung, wie in Abb. 3 zu erkennen ist. Es werden dabei Rohdichten von bis zu 90% der theoretischen Dichte errreicht.

Abb. 3

Fallbeispiel 1 Dokument für Netscape >= 2.x Fallbeispiel 1 Dokument ohne Frames
Fallbeispiel 2 Dokument für Netscape >= 2.x Fallbeispiel 2 Dokument ohne Frames

Schlußfolgerung


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